Für ComBinder-Anwender, die die REST API-Schnittstelle nutzen möchten


Einleitung

Mit der aktuellen ComBinder-Version steht eine integrierte REST API zur Verfügung. Damit lässt sich ComBinder von externen Systemen – etwa Automatisierungsplattformen wie n8n – fernsteuern. Damit ihr diese Schnittstelle nutzen könnt, müsst ihr sie zunächst in den Einstellungen aktivieren. In diesem Artikel erkläre ich euch, wo ihr die Einstellungen findet, was die einzelnen Optionen bedeuten und wie ihr den integrierten Monitor nutzt, um den API-Verkehr im Blick zu behalten.


Die REST API-Einstellungen aufrufen

Die Einstellungen für die REST API findet ihr direkt im ComBinder-Einstellungsdialog:

  1. Öffnet die Einstellungen über das Menü oder die Toolbar
  2. Wählt den Reiter REST API

Ihr seht jetzt das REST API-Einstellungspanel mit allen relevanten Optionen.


Was bedeuten die einzelnen Einstellungen?

REST API aktivieren

Die Checkbox „REST API aktivieren” ist der zentrale Schalter. Standardmäßig ist die API deaktiviert – ComBinder verhält sich dann genauso wie bisher, ohne dass ein HTTP-Server im Hintergrund läuft.

Sobald ihr die Checkbox aktiviert und auf „Speichern & Anwenden” klickt, startet ComBinder einen kleinen integrierten HTTP-Server. Dieser lauscht auf eingehende Anfragen und erlaubt es externen Systemen, mit der App zu kommunizieren.

Hinweis: Die REST API sollte nur aktiviert werden, wenn ihr sie tatsächlich benötigt. Im Normalbetrieb ohne Automatisierung empfehlen wir, die API deaktiviert zu lassen.


Port

Im Feld „Port” legt ihr fest, auf welchem Netzwerk-Port der Server erreichbar ist. Der Standardwert ist 8765.

Ihr könnt einen beliebigen freien Port zwischen 1024 und 65535 eintragen. Achtet darauf, dass der gewählte Port nicht von einem anderen Programm belegt ist – Windows zeigt in diesem Fall eine Fehlermeldung beim Starten.

Wann solltet ihr den Port ändern?

  • Ein anderes Programm nutzt bereits Port 8765
  • Eure IT-Abteilung schreibt einen bestimmten Port vor
  • Ihr betreibt mehrere ComBinder-Instanzen gleichzeitig

Speichern & Anwenden

Ein Klick auf „Speichern & Anwenden” übernimmt alle Einstellungen sofort:

  • Die Einstellungen werden dauerhaft gespeichert – sie bleiben auch nach einem Neustart von ComBinder erhalten
  • Ist die API aktiviert, wird der Server gestartet (bzw. bei einer Port-Änderung neu gestartet)
  • Ist die API deaktiviert, wird ein laufender Server gestoppt

Ihr müsst ComBinder also nicht neu starten, um Änderungen zu übernehmen.


Status-Anzeige

Unterhalb der Schaltfläche seht ihr eine Statuszeile, die euch jederzeit anzeigt, ob der Server läuft:

AnzeigeBedeutung
Server läuft auf Port 8765API aktiv und erreichbar
Server gestopptAPI deaktiviert

Der REST API-Monitor

Neben den Grundeinstellungen bietet ComBinder einen integrierten Request-Monitor. Damit seht ihr in Echtzeit, welche Anfragen über die REST API eingehen – ideal, um Automatisierungen zu debuggen oder ungewöhnliche Zugriffe zu erkennen.

Monitor öffnen

Klickt auf die Schaltfläche „Monitor öffnen” im REST API-Einstellungspanel. Es öffnet sich ein eigenes Fenster, das neben ComBinder genutzt werden kann – es blockiert nicht die normale Arbeit in der App.


Was zeigt der Monitor?

Der Monitor stellt jede eingegangene API-Anfrage als eine Zeile in einer Tabelle dar:

SpalteInhalt
ZeitstempelUhrzeit des Eingangs der Anfrage
MethodeHTTP-Methode (z. B. GETPOST)
PfadAufgerufener API-Endpunkt (z. B. /api/workspace)
StatusHTTP-Statuscode der Antwort
Dauer (ms)Verarbeitungszeit in Millisekunden
BenutzerDer API-Benutzer, sofern authentifiziert

Farbliche Kennzeichnung

Die Einträge werden farblich hervorgehoben, damit ihr auf einen Blick erkennt, ob eine Anfrage erfolgreich war:

  • Grün – Anfrage erfolgreich (Statuscode 2xx, z. B. 200 OK)
  • Rot – Fehler aufgetreten (Statuscode 4xx oder 5xx, z. B. 401 Unauthorized, 500 Internal Server Error)
  • Kein Hintergrund – Neutrale Einträge

Schaltflächen im Monitor

Aktualisieren – Lädt die Ansicht neu. Neue Einträge erscheinen zwar automatisch, aber ein manuelles Aktualisieren kann helfen, wenn ihr die Sortierung zurücksetzen möchtet.

Löschen – Entfernt alle bisherigen Einträge aus der Anzeige. Die API selbst läuft dabei weiter – ihr löscht nur den angezeigten Verlauf, keine echten Daten.

Der Monitor speichert die letzten 500 Anfragen. Ältere Einträge werden automatisch verworfen, sodass die Anzeige übersichtlich bleibt.


Typische Anwendungsfälle für den Monitor

Automatisierung debuggen

Ihr habt einen n8n-Workflow eingerichtet und etwas funktioniert nicht wie erwartet? Der Monitor zeigt euch sofort:

  • Welcher Endpunkt aufgerufen wurde
  • Ob der Login erfolgreich war (Status 200) oder fehlgeschlagen ist (Status 401)
  • Wie lange die Verarbeitung gedauert hat

Zugriffe nachverfolgen

Im Monitor seht ihr unter „Benutzer”, welcher ComBinder-Account für eine API-Anfrage verwendet wurde. Das ist besonders nützlich, wenn mehrere Automatisierungen mit unterschiedlichen Accounts arbeiten.

Performance prüfen

Die Spalte „Dauer (ms)” zeigt, wie schnell ComBinder auf Anfragen antwortet. Fällt ein Endpunkt durch ungewöhnlich lange Ladezeiten auf – etwa beim Öffnen eines großen Workspace – ist das sofort sichtbar.


Empfehlungen für den Alltagsbetrieb

API nur bei Bedarf aktivieren – Aktiviert die REST API nur dann, wenn ihr sie aktiv nutzt. Das minimiert die Angriffsfläche und reduziert Hintergrundprozesse.

Port notieren – Notiert euch den gewählten Port, damit eure Automatisierungstools (z. B. n8n-Workflows) immer mit der richtigen Adresse konfiguriert sind.

Monitor beim Einrichten neuer Workflows offen lassen – Gerade bei der Ersteinrichtung ist der Monitor euer bester Freund. Ihr seht sofort, ob Anfragen ankommen und ob die Authentifizierung korrekt funktioniert.

Regelmäßig den Monitor leeren – Klickt ab und zu auf „Löschen”, um die Anzeige übersichtlich zu halten. Ältere Einträge sind nach dem Debugging meist nicht mehr relevant.


Fazit

Die REST API-Einstellungen in ComBinder sind bewusst einfach gehalten: aktivieren, Port wählen, speichern – fertig. Der integrierte Monitor gibt euch dabei die nötige Transparenz, ohne dass ihr externe Tools oder Protokolldateien durchsuchen müsst. Gerade beim Einstieg in die Automatisierung mit n8n ist der Monitor ein wertvolles Hilfsmittel, das viel Rätselraten erspart.

Einen vollständigen Guide zur Anbindung von n8n an ComBinder – inklusive fertigem Workflow-JSON – findet ihr in unserem Artikel ComBinder per n8n automatisieren.